Veranstaltungszeit:
01.05.2026 15:00 - 03.05.2026 15:30


Wie sicher ist Europa?

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine markiert einen tiefen Einschnitt in der europäischen Geschichte. Er erschüttert nicht nur die politische Ordnung nach 1989, sondern stellt grundlegende Annahmen über Frieden, Sicherheit und internationale Zusammenarbeit infrage. Alte Gewissheiten weichen neuen Unsicherheiten: militärische Abschreckung rückt wieder in den Mittelpunkt, demokratische Gesellschaften geraten unter Druck, und Europas Verhältnis zu Russland wie auch zu den USA wird neu bestimmt.

Wie sicher ist Europa in einer Zeit offener militärischer Konfrontation? Welche langfristigen Folgen hat der Krieg für die europäische Sicherheits-architektur und für die NATO? Wie nehmen unterschiedliche Länder Ost- und Westeuropas den Konflikt wahr – und warum reagieren sie so verschieden? Und welche Perspektiven eröffnen sich für ein mögliches Ende des Krieges?

Die Tagung bringt Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Praxis zusammen, um Ursachen, Entwicklungen und Konsequenzen des Krieges in der Ukraine aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Sie richtet sich an alle, die verstehen möchten, warum dieser Krieg ein Wendepunkt für Europa ist – und was er für unsere gemeinsame Zukunft bedeutet.

Unsere Referenten und Referentin:
 
Dr. Manfred Sapper

ist Politikwissenschaftler, der über die Auswirkungen des Afghanistankriegs auf die Sowjetgesellschaft promovierte. Zeitweise als Kommunalpolitiker und Umweltaktivist tätig, leitet er seit 2002 als Chefredakteur die Zeitschrift „Osteuropa“ in Berlin. Als gefragter Analyst, Autor und Gesprächspartner begleitet er den russischen Krieg in der Ukraine durch zahlreiche Veröffentlichungen in diversen deutschen und ausländischen Medien.

Dr. Kai-Olaf Lang

ist Senior Fellow in der Forschungsgruppe EU/Europa bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Außen- und Europapolitik der Länder im östlichen Teil von NATO und EU, geo-/sicherheitspolitische Entwicklungen in Ostmitteleuropa, den baltischen Staaten und im südöstlichen Europa, sowie die Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik der EU.

Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder

lehrt seit 20 Jahren Politikwissenschaft an der Universität Bonn (CASSIS) und ist Senior Researcher am Global Public Policy Institute in Berlin. Er befasst sich seit über 40 Jahren mit dem (post-)sowjetischen Raum sowie dem Wiederaufleben des Autoritarismus. Für mehrere Ministerien, Parlamente sowie internationale Organisationen wie OSZE, NATO und EU-Stabilitätspakt war er beratend tätig.

Hauptmann Robin Lintemeier

dient als Feldjäger- und Jugendoffizier in der Bundeswehr mit dem Schwerpunkt sicherheitspolitischer Bildung. Er hat einen Master of Arts in Internationalen Beziehungen und war u.a. Zugführer bei den Feldjägern in Augustdorf, wobei er zwischen 2020 und 2024 mehrfach nach Litauen im Rahmen von NATO-Einsätzen entsandt wurde.

Ljudmyla Melnyk

ist Ukraine-Expertin und Präsidentin der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft – Für unsere und eure Freiheit e.V. Sie leitete das Ukraine-Programm am Institut für Europäische Politik in Berlin, wo sie Projekte zu den deutsch-ukrainischen Beziehungen entwickelte und umsetzte. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen auf der europäischen Integration der Ukraine, den deutsch-ukrainischen Beziehungen sowie der Rolle der ukrainischen Zivilgesellschaft. Als gefragte Analystin und Gesprächspartnerin ist sie regelmäßig in deutschen Medien vertreten.

Tagungsleitung: Damian Lazarek, Die HEGGE

Auszug aus dem Tagungsprogramm:

Freitag, 01. Mai 2026  
15.00 Uhr Beginn mit Kaffee
  Begrüßung und Einführung durch Damian Lazarek, Die HEGGE
 
Dr. Manfred S a p p e r, Berlin

K4: Koexistenz, Konflikt, Krise, Krieg. Russland – Ukraine.
Eine Beziehungsanalyse

  Abendessen
 
Dr. Manfred S a p p e r

Metastasen des Krieges in Russland:
Radikalisierung, Militarisierung, Marginalisierung

Samstag, 02. Mai 2026  
  Frühstück
 
Ljudmyla Melnyk, Berlin

Zwischen Frontline und Diplomatie:
Ukrainische Sichtweisen auf Europas Sicherheit

  Mittagessen – Kaffee
 
Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder, Bonn

Welche Zukunft hat die NATO – und die Sicherheit Europas?

  Abendessen
 
Hauptmann Robin Lintemeier, Nieheim

Den Ernstfall planen, um ihn zu vermeiden.
Deutsche Sicherheitspolitik als Aufgabe der Gesellschaft

Sonntag, 03.05.2026  
  Frühstück
 
Dr. Kai-Olaf Lang, Berlin

Geteilte Erfahrungen, getrennte Wege?
Warum die Länder Ostmitteleuropas sich so unterschiedlich zum Krieg in der Ukraine positionieren

  Mittagessen
  Schlussgespräch
15.30 Uhr Tagungsende

Der Teilnehmerbeitrag von 290,00 enthält die Seminargebühr, einschließlich Unterkunft und Verpflegung mit hochwertigen, auch regionalen Produkten. Ermäßigung ist auf Anfrage möglich. Nicht in Anspruch genommene Teilleistungen können nicht erstattet werden

Anmeldeformular

Thema: Wie sicher ist Europa?
Datum: 01.05.2026 15:00 - 03.05.2026 15:30
Kosten: € 290,00

    Allgemeine Informationen

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