Veröffentlichung: 26.08.2026


Schwestern Unserer Lieben Frau von La Salette auf der HEGGE

La Salette 2021

La Salette 2021

Bereits seit 2018 wächst der Kontakt der HEGGE-Gemeinschaft zu Schwestern aus Madagaskar, die der Kongregation „Unserer Lieben Frau von La Salette“ angehören.

La Salette ist ein Dorf in den französischen Alpen, etwa 80 km südlich von Grenoble gelegen, in dem sich 1846 der Überlieferung nach eine Marienerscheinung ereignete. Maria, so die Tradition, erschien dort zwei Hirtenkindern, die eine Kuhherde auf einer Alm oberhalb ihres Dorfes La Salette hüteten, und mahnte unter Tränen zur Umkehr und Versöhnung. Bereits wenige Wochen nach dem Bericht der Hirtenkinder trafen sich erste Pilgergruppen am Ort der Erscheinung. Fünf Jahre später wurde die Erscheinung von der katholischen Kirche anerkannt.
La Salette gehört heute mit Lourdes zu den größten Wallfahrtsorten Frankreichs.
(Nähere Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Notre-Dame_de_La_Salette )

Die Schwesterngemeinschaft, die sich in La Salette gegründet hat, bietet den jährlich 150.000 – 200.000 Pilgern Unterkunft und Verpflegung sowie ein pastorales Programm, zum Beispiel abendliche Lichterprozessionen.

Die Gemeinschaft ist mittlerweile international tätig und hat Niederlassungen in Algerien, Angola, Brasilien, Frankreich (diverse Konvente außerhalb von La Salette), Italien, Kanada, Madagaskar, Myanmar, Philippinen, Polen, USA. Insgesamt verbindet sie geistliche Aufgaben mit Bildungsarbeit, sozialem Engagement und der Unterstützung besonders verletzlicher Menschen.

Neben der Pilgerarbeit in La Salette sind ihre weiteren Einsatzfelder je nach Land unterschiedlich, umfassen aber vor allem:

o Seelsorge und Gemeindearbeit: Katechese, Gottesdienstgestaltung, Bibelarbeit sowie Begleitung von Menschen.
o Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: Unterricht und Schulen, Betreuung von Straßenkindern und Unterstützung benachteiligter Kinder.
o Soziale Arbeit: Hilfe für Arme, Obdachlose, Menschen ohne familiäre Unterstützung und Opfer von Gewalt oder Naturkatastrophen.
o Kranken- und Altenseelsorge: Besuche bei Kranken und Einsamen, Dienste in Krankenhäusern, Altenheimen und als Krankenhausseelsorgerinnen.
o Arbeit mit Menschen mit Behinderungen: Unterstützung gehörloser und stummer Frauen, Rehabilitation von Kindern mit Behinderungen sowie Arbeit in einem Zentrum für blinde Menschen
o Hilfe für Frauen: Förderung und Unterstützung von Frauen, besonders dort, wo sie gesellschaftlich benachteiligt sind.
o Wallfahrts- und Missionsarbeit: Mitarbeit an Wallfahrtsorten, Begleitung von Pilgern und Weitergabe der Botschaft von La Salette.
o Dienst an Geflüchteten und Kriegsopfern: In Myanmar wirken sie unter anderem in Flüchtlings- beziehungsweise Kriegsopferlagern und in der Caritasarbeit.

(Nähere Infos: https://www.soeurs-lasalette.com/de/ou-sommes-nous)

Sr. Georgine Rakotondrafara SNDS kam 2018 nach Deutschland, wohnte und arbeitete für die Zeit ihres Bundesfreiwilligendienstes auf der HEGGE. Durch sie erhielten die Frauen der HEGGE und das HEGGE-Team erste Einblicke in das Leben der Menschen auf Madagaskar, in ihre Kultur und Traditionen, in den Reichtum ihrer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt, in die Spiritualität ihrer Kongregation, auch in die komplexen Probleme des Landes, vor allem aufgrund des Klimawandels. Sr. Georgine band sich 2021 mit ihren ewigen Gelübden an Gott und ihre Gemeinschaft. Beruflich zog es sie nach dem Bundesfreiwilligendienst in die Krankenpflege. Sie ist mittlerweile examinierte Krankenschwester bzw. Pflegefachfrau. Sie lebt und arbeitet in Köln, kommt regelmäßig auf Besuch zur HEGGE.
Im Dezember 2024 kam eine weitere junge Schwester aus Madagaskar auf die HEGGE: Sr. Onja Maholisoa SNDS. Auch sie arbeitete zunächst ein Jahr im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes auf der HEGGE mit, lernte parallel dazu die deutsche Sprache, deutsche Kultur, deutsche Traditionen und Gewohnheiten. Darüber hinaus lernt sie, Klavier zu spielen. Seit April 2026 befindet sie sich in der Ausbildung als Pflegefachassistentin am St. Vincenz Hospital in Brakel. Am 31.10.2026 will sie sich mit ewigen Gelübden an Gott und ihre Gemeinschaft binden.
Für die HEGGE ist der Kontakt und Austausch mit den SNDS-Schwestern ein großer Gewinn und große Freude. Wir können von diesen Schwestern sehr viel lernen.