Moore sind Lebensraum, Rohstoffquelle, Inspiration für die Kunst und Kohlenstoffspeicher Nummer eins. Dieses ganz besondere Ökosystem gilt aufgrund seiner Filterwirkung als Niere der Landschaft.
Lebendige Moore sind Zauberkünstler im Kampf gegen den Klimawandel. Auf nur etwa drei Prozent der globalen Landfläche binden sie 30 Prozent des gesamten im Boden gelagerten Kohlenstoffs.
Noch bis ins 17. Jahrhundert bedeckten Moore weite Flächen des heutigen Nordwestdeutschlands. Fast alle Hochmoore in Deutschland sind durch menschliche Eingriffe geschädigt worden. Die Entwässerung, die seit dem Mittelalter zur Gewinnung landwirtschaftlicher Flächen und für den Torfabbau stattfand, hat dazu geführt, dass die Moore Kohlenstoff nicht länger speichern, sondern abgeben. Diese Treibhausgasemissionen verstärken den Treibhauseffekt erheblich. Daher werden inzwischen viele Moore wiedervernässt. Die Wiedervernässung der massiv beeinträchtigten Moore in einer stark veränderten Landschaft gestaltet sich jedoch häufig schwierig.
Moore haben eine herausragende Bedeutung für die biologische Vielfalt und sind Lebensraum für eine Vielzahl bedrohter Arten. In Jahrtausenden hat sich eine einzigartige Lebensgemeinschaft an die extremen Bedingungen angepasst, darunter seltene Arten wie der Sonnentau und der Moorfrosch.
Intakte Moore sind auch ein effektiver Überschwemmungsschutz. Bei Starkregen wirken sie wie ein Schwamm und saugen das Wasser auf. Bei trockenem und heißem Wetter verdunsten sie das Wasser und kühlen so ihre Umgebung.
Neben den Fachvorträgen mit ausgewiesenen Experten und Moorliebhabern werden wir ein Planspiel zum Thema „Moorwiedervernässung – Ja oder Nein?“ und eine Exkursion ins Schutzgebiet Eselsbett und Schwarzes Bruch unternehmen.
Unsere Referenten:
Prof. Dr. Klaus-Holger Knorr, Münster
Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster
Christian Finke, Delbrück
Dipl. Biologe wissenschaftlicher Mitarbeiter der Biologischen Station Kreis Paderborn-Senne e. V.
Seminarleitung: Dagmar Feldmann, Die HEGGE
Auszug aus dem Tagungsprogramm:
| Freitag, 17. April 2026 | |
| 17.00 Uhr | Beginn des Seminars |
| Begrüßung und Einführung durch Dagmar Feldmann, Die HEGGE | |
| anschließend |
Prof. Dr. Klaus-Holger Knorr, MünsterDie Bedeutung und der Zustand der Moore |
| Samstag, 18. April 2026 | |
| vormittags |
Christian Finke, DelbrückDie besondere Flora und Fauna der heimischen Moore |
| nachmittags |
Dagmar Feldmann, Die HEGGEPlanspiel: Schützen oder Nutzen? Oder Schützen durch Nutzen? |
| abends |
Film: Die Magie der Moore von Jan Haft anschließend: Filmgespräch |
| Sonntag, 19. April 2026 | |
| vormittags | Gotteslob am Morgen |
| anschließend |
Christian Finke, DelbrückExkursion ins Schutzgebiet Eselsbett-Schwarzes Bruch |
| 13.00 Uhr |
Mittagessen |
| nachmittags | Reflexion des Seminars |
| 15:30 Uhr | Ende des Seminars |
Der Teilnehmerbeitrag von € 260,00 enthält die Seminargebühr, einschließlich Exkursion, Unterkunft und Verpflegung mit hochwertigen, auch regionalen Produkten; von denen, die noch in Ausbildung stehen: € 180,00. Nicht in Anspruch genommene Teilleistungen können nicht erstattet werden
Anmeldeformular
Thema: Die wunderbare Welt der MooreDatum: 17.04.2026 17:00 - 19.04.2026 15:30
Kosten: € 260,00, Studierende in Ausbildung € 180,00