Veröffentlichung: 04.11.2026


Ordensprofess auf der HEGGE

So eine eindrucksvolle Liturgie und anschließende Feier hat es lange nicht auf der HEGGE gegeben: Sr. Onjaniaina Marie Claudia Maholisoa legte am vergangenen Samstag ihre Ewigen Gelübde für ihr Ordensleben in der Gemeinschaft unserer Lieben Frau von La Salette (SNDS) ab. 21 Mitschwestern waren aus Frankreich und Madagaskar (dem Geburtsland von Sr. Onja) angereist, darunter die Generaloberin Sr. Estelle, die Provinzoberin von Frankreich Sr. Miora und die Provinzoberin von Madagaskar Sr. Aimée.

Weihbischof Matthias König, der die SNDS seit vielen Jahren kennt und auch bereits in Madagaskar einige Niederlassungen besucht hat, war der Festzelebrant der Liturgie, bei der sowohl auf Deutsch, auf Französisch und auf Madagassisch gesungen, gesprochen und gebetet wurde. Da Mitschwester Georgine alle drei Sprachen spricht, sorgte sie für die nötigen Erklärungen und Überleitungen. Nach madagassischem Brauch segnen die Eltern am Vorabend ihre Tochter. Da der Vater von Sr. Onja gestorben ist, als sie und ihre Zwillingsschwester nur sechs Monate alt waren und die Mutter die weite Reise nicht unternehmen konnte, segneten ihre Mitschwestern und die Heggefrauen sie stellvertretend.

Nach der feierlichen Messe und einem gemeinsamen Mittagessen wurde im Vortragsraum der HEGGE getanzt und gesungen. Auch die obligatorische Torte wurde tanzend hereingetragen. „Ein besonderer, freudenreicher Tag, der beide Gemeinschaften noch mehr miteinander verbunden hat“, so die Oberin der Heggefrauen Dorothee Mann.
Die Gründung der SNDS geht auf eine Marienerscheinung in dem kleinen Ort La Salette in den französischen Alpen zurück. Inzwischen gibt es Schwestern in elf Ländern. In Deutschland leben aktuell zwei Schwestern, die mit der Gemeinschaft der Heggefrauen eng verbunden sind. Eine eigene Kommunität wird angestrebt und soll vom Erzbistum Paderborn unterstützt werden.