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„UND ER LEGTE IHNEN AUS, WAS IN DER GANZEN SCHRIFT VON IHM GESAGT WAR“ (LK 24,27)

In Zusammenarbeit mit der Akademikerseelsorge des Bistums Fulda fand vom 4. bis 6. Mai 2018 eine Tagung statt mit dem Thema

DIE EINHEIT DER SCHRIFT UND
DAS VERHÄLTNIS ZWISCHEN ALTEM UND NEUEM TESTAMENT

Die Frage nach einem angemessenen Verhältnis zwischen beiden Teilen der einen christlichen Bibel gehört zu den wichtigsten Prinzipien der biblischen Textauslegung.
Die vom Christus-Ereignis aus die ganze Schrift deutende Theologie führte in der Geschichte der Bibelauslegung zur Herabsetzung des Alten Testaments als des ethisch minderwertigen Teils der Bibel, der durch die neutestamentliche Offenbarung überholt und im besten Fall als ein Zeugnis der vorbereitenden Lehrzeit aufzufassen sei.
Diese Geringschätzung des Alten Testaments, das inhaltlich etwa dem Kanon heiliger Schriften des Judentums entspricht, führte auch zur Auffassung von Minderwertigkeit der jüdischen Religion und zu teils verheerenden antijüdischen Äußerungen.
Begleitet von namhaften Experten wollen wir bei unserer Tagung den Blick auf die geschichtlichen Verwerfungen schärfen sowie ein gegenwärtig angemessenes und theologisch verantwortbares Verhältnis zwischen den beiden Teilen der Bibel neu bestimmen. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

UNSERE REFERENTINNEN UND REFERENTEN waren:

Prof. Dr. Rita BURRICHTER, Paderborn
nach dem Studium der katholischen Theologie, Kunstgeschichte und Philosophie in Münster und in Bochum hat sie sich mit einer interdisziplinären Arbeit zum Thema ‚Kunstvermittlung‘ promoviert. Anschließend war sie u.a. als Dozentin für Pastoraltheologie an der Bischöflichen Fachakademie des Bistums Essen und Hochschulassistentin am Lehrstuhl für Religionspädagogik und Katechetik an der Universität Bochum tätig. Seit 2004 ist die Professorin für Praktische Theologie an der Universität Paderborn. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählt die Bildtheologie und Bilddidaktik. Sie ist Schriftleiterin der religionspädagogischen Fachzeitschrift ‚Katechetische Blätter‘ und Mitherausgeberin der Schulbuchreihe ‚sensus Religion‘.

Prof. Dr. Klaus WENGST, Bochum
seinem Studium der evangelischen Theologie in Bethel, Tübingen, Heidelberg und Bonn folgte die Promotion mit einer Arbeit über christologische Formeln und Lieder des Urchristentums. Von 1981 bis zu seiner Emeritierung hatte er als Professor den Lehrstuhl für das Neue Testament der Evangelischen Theologie an der Universität Bochum inne. Nach den Studien zum Übergang vom Neuen Testament zum Frühen Christentum sowie zur sozialkritisch orientierten Exegese widmete er sich seit dem Ende der 80ger Jahre zunehmend dem Verhältnis des Neuen Testaments zum Judentum, wozu 1991 auch ein Studienaufenthalt an der Hebräischen Universität in Jerusalem gehörte. Seit 2007 pensioniert, ist er Mitglied der AG Juden und Christen beim Ev. Kirchentag und des Ev. Studienkreises Kirche und Israel in Rheinland und Westfalen.

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Damian Lazarek begrüßt die Teilnehmer

Damian Lazarek bei seinem Vortrag

Dr. Norbert Ernst referiert

Damian Lazarek bei seinem Vortrag

Dr. Norbert Ernst begrüßt die Referentin Frau Prof. Burrichter

Frau Prof. Dr. Rita Burrichter

Pausengespräch

Gegenüberstellung von bildlichen Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament

Damian Lazarek und Prof. Wengst

Konzentriertes Zuhören

Prof. Dr. Klaus Wengst

Prof. Dr. Klaus Wengst

Prof. Wengst beim Vortrag

Pausengespräche auf der Terrasse

Herrliches Maiwetter lädt zu Pausengesprächen auf der Terrasse ein

Literaturvorstellung

Aufmerksame Zuhörer

AUSZUG AUS DEM TAGUNGSPROGRAMM:

FREITAG, 4. Mai 2018

15.30 h            Kaffee

Begrüßung durch Dr. Norbert Ernst und Damian Lazarek

Damian Lazarek, Die Hegge:
Die anstößige Zweiteilung der einen christlichen Bibel:
Die Entstehung des biblischen Kanons und das Kreuz mit den beiden Testamenten

Dr. Norbert Ernst:
„Das Neue Testament ist im Alten verborgen, das Alte Testament steht im Neuen offen“.
Augustinus über das Verhältnis der beiden Teile der Bibel

SAMSTAG, 5. Mai 2018

Prof. Dr. Rita Burrichter, Paderborn:
Vereinnahmung oder wechselseitige Erhellung?
Die „Einheit der Schrift“ zur Anschauung gebracht

Prof. Dr. Klaus Wengst, Bochum:
„… die Schrift kann nicht aufgelöst werden“ (Joh 10.35)
Die jüdische Bibel als Basis und Raum des Evangeliums von Messias Jesus

Konzertabend mit Nepomuk Golding,
Preisträger im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und im Internationalen Akkordeonwettbewerb Trossingen 2017 (IOAC):
Originalkompositionen und Übertragungen für Akkordeon

SONNTAG, 6. Mai 2018

Prof. Dr. Klaus Wengst:
„Gesetz und Evangelium“ – „Verheißung und Erfüllung“.
Zur Problematik zweier Zuordnungen von Altem und Neuem Testament

 

TAGUNGSLEITUNG:
Dr. Norbert Ernst, Grebenstein
Damian Lazarek, Die Hegge