Archiv

BERÜHRUNG UND ATTACKE

Vom 27.bis 29. April 2018 fand unserer diesjährige BEGEGNUNG BILDENDER KÜNSTLER statt , diesmal zu dem Thema

BERÜHRUNG UND ATTACKE – DAS KUNSTWERK ALS „STEIN DES ANSTOSSES“ ZWISCHEN SENTIMENTALITÄT UND SKANDAL

Wenn Kunstwerke wirklich ansprechen, lassen sie ihre Betrachter nicht kalt. Sie rühren an, sie erschüttern oder sie bringen einfach nur in Rage. Dies geschieht auf einer stufenlosen Skala ästhetischer Intensitäten und oft in verstörender Vermischung der Gefühle. Damit verbinden sich heute in der öffentlichen Debatte zunehmend politische, moralische und religiöse Empfindlichkeiten. In letzter Zeit gab es in Zusammenhang mit der stark politischen Tendenz der Kasseler Documenta und Protestbewegungen gegen Rassismus und Sexismus (insbesondere in den USA) verschärfte Debatten darum, was Kunst mit den Gefühlen der Betrachter machen darf und in welcher Weise sie mit bestimmten politisch, gesellschaftlich oder historisch brisanten Themen umgehen soll. Zunehmend gerät Kunst dabei in identitätspolitische Zwickmühlen. Die Tagung fragte danach, inwieweit Künstler, Kunstwerke und Kunstvermittler Nähe und Distanz zu Thema und Gegenstand wahren müssen und wie weit die Rücksicht auf das Publikum und seine potenziellen Empfindlichkeiten und alle denkbaren „Betroffenheiten“ gehen kann.

+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Dr. Brülls, Halle, im Gespräch mit Künstlern

Die Diskussion geht in der Pause weiter

Dr. Helmut Föller, FrankfurtM., beim Vortrag

Der Referent Dr. Thomas Splett, München

Der Moderator Dr. Holger Brülls, Halle

Christian Keinstar in der Diskussion

Christian Keinstar beim Vortrag

Aufmerksame Zuhörer

Aufmerksame Hörer

während der Diskussion

Während der Diskussion

Podium Markus Kleinert, Magnus Schlette, Holger Brülls

Pausengespräch

Pausengespräch

Kaffeepause

Kaffeepause im Garten

im Vortragsraum

Dr. Splett bei der Diskussion

Dr. Magnus Schlette, Heidelberg, beim Vortrag

Dr. Holger Brülls und Frau Dorothee

Tagungsleiterin Dorothee Mann bei der Begrüßung

UNSERE REFERENTEN

Dr. HELMUT FÖLLER, Frankfurt am Main, studierte Kirchen- und Schulmusik, Katholische Theologie und Musikwissenschaft an der Universität Mainz. Es folgten die A-Prüfung für Kirchenmusik, Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien und Dissertation. Seit 2000 unterrichtet er an der Philosophisch Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt Kirchenmusik, seit 2002 als hauptberuflicher Dozent in St. Georgen sowie an der Musikhochschule Frankfurt.

CHRISTIAN KEINSTAR, Köln, Jg. 1975, ist bildender Künstler. Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln sowie an der Kunst-akademie in München. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. Duisburg, Köln, Düsseldorf, Speyer, Isola Bella (Italien), Los Angeles (USA). Auszeichnungen: Sony Wega Motion Art Artist, Spiridon Neven DuMont Preis, Villa Aurora Los Angeles Residenz-Stipendium, u.a.

Dr. MARKUS KLEINERT ist Leiter der Kierkegaard-Forschungsstelle am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt. Studium der Germanistik und Philosophie in München, Pisa und Kopenhagen; Promotion; Habilitationsprojekt zur Verklärung im Spannungsfeld von Kunst, Religion und Philosophie. Forschungsschwerpunkte: Kierkegaard, Nietzsche, Verhältnis von Kunst und Religion, Begriffsgeschichte.

PD DR. MAGNUS SCHLETTE ist Leiter des Arbeitsbereichs „Theologie und Naturwissenschaft“ am Institut für interdisziplinäre Forschung FEST in Heidelberg und Privatdozent für Philosophie an der Universität Heidelberg. Studium der Philosophie und Soziologie in Berlin (FU), Kiel und Frankfurt am Main; Pro-motion und Habilitation; Gastprofessuren und Fellowships an Universitäten in Berlin, Bochum, Heidelberg und Erfurt.

Dr. THOMAS SPLETT arbeitete nach Philosophiestudium und Promotion als Wissenschaftler an unterschiedlichen Forschungseinrichtungen. Ab 2004 studierte er parallel Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München und absolvierte 2011 als Meisterschüler von Günther Förg das Diplom mit Auszeichnung. Seither freier Künstler. Zahlreiche Ausstellungen. Seit 2016 lehrt er Fotografie an der Münchner Akademie der Bildenden Künste.

Dr. HOLGER BRÜLLS, Halle (Saale), Jg. 1962, Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Kurator, wird die Gespräche leiten.

TAGUNGSLEITUNG: Dorothee Mann und Dr. Anna Ulrich, Die Hegge

EIGENE ARBEITEN
Die Teilnehmenden waren wieder eingeladen, eine bis drei ihrer Arbeiten während der Tagung auszustellen.
Ein gemeinsamer Rundgang durch die Ausstellung mitgebrachter Arbeiten war Teil des Programms am Samstagabend.

AUSZUG AUS DEM TAGUNGSPROGRAMM:

FREITAG, 27. April 2018

15.30 h            Beginn mit Stehkaffee
Begrüßung und Einführung durch Dorothee  M a n n , Die Hegge,
anschl. Aufhängen bzw. Aufstellen mitgebrachter künstlerischer Arbeiten

Dr. Thomas S p l e t t , München:
PERFORMING  RECHTSCHAFFENHEIT
Innenbefinden, Außenbefremden und umgekehrt

SAMSTAG, 28. April 2018

Christian  K e i n s t a r , Köln:
NEKRO WISSENSCHAFTEN
Beispiele eigener Arbeit

Dr. phil. Helmut F ö l l e r , Frankfurt:
EINFALT ALS KUNST?
Sentimentalität und Berührtsein in der Kirchenmusik

Gemeinsamer Rundgang: Betrachtung der mitgebrachten und ausgestellten Kunstwerke unter Anleitung von Georg L i s e k , Leipzig

SONNTAG, 29. April 2018

Dr. Markus K l e i n e r t , Erfurt / Dr. Magnus S c h l e t t e , Heidelberg:
GEFÜHLSSELIGKEIT
Die Ambivalenz der Sentimentalität