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1918 – ENDE DES ERSTEN WELTKRIEGS: EINE NEUE WELTKARTE ENTSTEHT

Vom 15. bis 17. Juni 2018  fand eine Tagung statt mit dem Thema:

1918 – ENDE DES I. WELTKRIEGS: EINE NEUE WELTKARTE ENTSTEHT

Deutschland hatte den Ersten Weltkrieg auf fremdem Boden ausgetragen und haderte im Anschluss daran mit den als ungerecht empfundenen Bedingungen des Versailler Vertrages. Darüber ging nicht nur der Blick dafür verloren, welche Amputationen anderen Ländern widerfuhren, sondern auch für die Erschaffung neuer Staatsgebilde und Kolonien im Nahen und Mittleren Osten durch die Siegermächte, welche buchstäblich mit dem Lineal auf dem Reißbrett das Erbe des osmanischen Reiches unter sich aufteilten.

Viele kriegerische Auseinandersetzungen, Aufstände und Bürgerkriege, religiös oder ethnisch bedingte Feindseligkeiten der Gegenwart in dieser Region haben ihre Wurzeln zum großen Teil in der verfehlten Politik der europäischen Großmächte nach 1918.
Ohne fundierte Kenntnisse der Geschichte dieses Teiles der Welt fehlt das Verständnis für die heutigen unlösbar scheinenden Probleme und werden sich auch kaum realistische Auswege aus der verfahrenen Lage finden lassen.

Wie nach 1918  eine neue Weltkarte entsteht, welche Folgen darauf zurückzuführen sind und in welche Richtung weitergedacht werden müsste – darüber wurde bei dieser Tagung durch ausgewiesene Fachleute Auskunft gegeben und intensive Gespräche geführt.

UNSERE REFERENTINNEN UND REFERENTEN WAREN:

Dr. VANESSA CONZE, Gießen, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Institut für Zeitgeschichte der Universität Gießen, demnächst der Konvekta-Stiftung, Ziegenhain. 2001 Promotion mit einer Arbeit zu deutschen Europaideen: „Das Europa der Deutschen. Ideen von Europa in Deutschland zwischen Reichstradition und Westorientierung (1920-1970)“. Habilitationsprojekt über den politischen Eid im 19. und 20. Jahrhundert.

PROF. DR. GERHARD HIRSCHFELD, Stuttgart, leitete von 1989 bis 2011 die Stuttgarter Bibliothek für Zeitgeschichte. Er ist seit 1997 Professor am Historischen Institut der Universität Stuttgart und seit 2016 ständiger Gastprofessor an der Universität Wuhan/China. Gerhard Hirschfeld ist Autor und Herausgeber zahlreicher Studien und Aufsätze zur Sozial- und Kulturgeschichte der beiden Weltkriege. In enger Zusammenarbeit mit Gerd Krumeich und Irina Renz entstanden u.a. die international renommierte Enzyklopädie „Erster Weltkrieg“ (erw. Neuauflage 2014), ferner „Deutschland im Ersten Weltkrieg“ (2013) sowie jüngst das Buch „1918. Deutschland zwischen Weltkrieg und Revolution“ (2018).

IRINA RENZ, Stuttgart, ist Leiterin der Sammlung „Lebensdokumente“ der Bibliothek für Zeit-geschichte in der Württembergischen Landesbibliothek, Stuttgart. Zahlreiche Veröffentlichungen zu den beiden Weltkriegen, u.a. „…Vormittags die ersten Amerikaner. Stimmen und Bilder vom Kriegsende 1945“ (2005) und „Die Deutschen an der Somme, 1914 – 1918. Krieg, Besatzung, Verbrannte Erde“ (4. Aufl. 2016).

PROF. DR. UDO STEINBACH, Berlin, ist Orientalist, bundesweit gefragter Analyst, ehem. Leiter des Deutschen Orient-Instituts und Mitbegründer der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient für gegenwartsbezogene Forschung und Dokumentation. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Zukunft des Nahen Ostens unter den Aspekten von Demokratie und Religion sowie die Stellung von religiösen und ethnischen Minderheiten in den nahöstlichen Gesellschaften. Zahlreiche Publikationen, u.a. „Die arabische Welt im 20. Jahrhundert“ (2. aktualisierte Aufl. 2017).

TAGUNGSLEITUNG: Damian Lazarek, Die Hegge

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Eröffnung der Tagung

Damian Lazarek - Tagungsleitung

Prof. Gerhard Hirschfeld

Prof. Gerhard Hirschfeld

Prof. Gerhard Hirschfeld

Lesung

Lesung

Lesung

Aufmerksame Zuhörer

Irina Renz

Der 2. Vortrag von Prof. Hirschfeld

Zuhörer

Zuhörer

Prof. Udo steinbach wird vorgestellt

Prof. Steinbach beim Vortrag

Prof. Steinbach

Die Referenten blieben und hörten ihren Kollegen zu

Zuhörer

Prof. Steinbach

V. Conze spricht über Europa

V. Conze

Vanessa Conze 1

Hirschfeld bei der Diskussion

Diskussion mit V. Conze

Vanessa Conze

Pausengespräch

Zuhörer

Zuhörer

Zum Vortrag Conze

zum Vortrag Conze

zum Vortrag - Conze

Schlussrunde

Schlussrunde

AUSZUG AUS DEM TAGUNGSPROGRAMM:

FREITAG, 15.Juni 2018

15.00 h            Beginn mit Kaffee und Kuchen
15.30 h            Begrüßung und Einführung durch Damian Lazarek, Die Hegge

Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld, Stuttgart:
1918: „DIE SCHRECKLICHSTE JAHRESZAHL DER DEUTSCHEN GESCHICHTE“

Irina Renz, Stuttgart / Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld, Stuttgart:
„Hauptsache ist jetzt wirklich doch, dass wir erst mal Frieden nach außen kriegen, damit diese Menschenmorderei ein Ende hat“ – DAS ENDE DES WELTKRIEGS IN BRIEFEN UND TAGEBÜCHERN

SAMSTAG, 16. Juni 2018

Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld , Stuttgart:
DAS HISTORISCHE ERBE DES ERSTEN WELTKRIEGS IM 20. JAHRHUNDERT

Prof. Dr. Udo Steinbach, Berlin:
INCIPIT TRAGOEDIA – DIE TRAGÖDIE BEGINNT:
Die orientalische Nachkriegsordnung als imperialistisches Design

HEGGE-HAUSMUSIK

SONNTAG, 17. Juni 2018

Dr. Vanessa Conze, Gießen:
JENSEITS DER GEOGRAPHIE: DEUTSCHE EUROPAVORSTELLUNGEN
ZWISCHEN WEIMAR UND BONN

Schlussgespräch und Tagungsreflexion
Leitung: Damian Lazarek